
Ammas Weisheiten
Amma ist eine humanitäre und spirituelle Führungspersönlichkeit, die ihr Leben der Verbreitung ihrer Botschaft von Frieden, Liebe und Toleranz gewidmet hat. Durch ihre täglichen Interaktionen sowie Vorträge auf internationalem Parkett hilft sie uns, uns persönlich und spirituell zu entfalten, und zeigt auf, wie wir uns den aktuellen Herausforderungen der Welt stellen können. Ob es um Klimawandel, Armut, interkulturelle Spannungen oder Frauenrechte geht, Amma lädt jeden von uns ein, sich an einer uneigennützigen und verantwortungsvollen Gesellschaft zu beteiligen.
Globale Herausforderungen

Weltfrieden
Amma sagt: „Die ganze Welt ist wie eine Blume. Jedes Blütenblatt steht für eine Nation. Wenn ein Blütenblatt von Schädlingen befallen ist, sind bald auch alle anderen Blütenblätter betroffen. Darunter leidet die Schönheit der ganzen Blume. Es liegt in der Verantwortung jedes Einzelnen, diese Blume zu schützen und zu pflegen. Deshalb sollten alle Nationen gemeinsam, Hand in Hand, voranschreiten und die wertvollen Beiträge und beispielhaften Vorgehensweisen der anderen teilen und übernehmen.“
Aus diesem Grund müssen wir uns für die Erhaltung des Friedens, des Wohlergehens und der Harmonie aller Nationen das alte indische Ethos vasudhaiva kuṭaṁbakam zu eigen machen, das die ganze Welt als eine große Familie betrachtet.
Menschenrechte
Amma sagt, dass Menschen aller Nationen und Religionen Opfer verheerender Auswirkungen menschlicher Versklavung geworden sind und extremen Missbrauch und Leid erfahren. Ihre körperlichen und seelischen Schmerzen sind unabhängig von Sprache, ethnischer Zugehörigkeit oder Hautfarbe. Die Opfer sind lediglich eine Gruppe von Menschen, die gegen die Fänge endlosen Leids und emotionaler Unterdrückung ankämpfen.
Der menschliche Verstand hat im Namen von Religion, Kaste, Sprache und nationalen Grenzen viele Spaltungen geschaffen. Wir sollten versuchen, eine Brücke der allumfassenden reinen Liebe zu bauen, um diese selbst geschaffenen Mauern einzureißen.
Interreligiöse Harmonie
Amma erklärt: „Die Essenz aller Religionen ist Liebe, Mitgefühl und die Erkenntnis der zugrunde liegenden Göttlichkeit, die dieser Welt und der menschlichen Existenz als Substrat dient. Tragischerweise konzentrieren sich viele Menschen jedoch zu sehr auf äußere Traditionen, die von Religion zu Religion unterschiedlich sind. Dabei vergessen sie die Essenz. Aus diesem Grund sind die verschiedenen Religionen, die ursprünglich dazu gedacht waren, Frieden und Einheit zu fördern, zu Instrumenten des Krieges und der Konflikte geworden. Wenn sich jeder an die wesentlichen Grundsätze seiner Religion halten würde, ohne sich zu sehr auf Äußerlichkeiten zu fixieren, könnte Religion den Weg zum Weltfrieden ebnen.“
Gleichstellung der Geschlechter
Amma sagt: „Wie unsere beiden Augen sind Männer und Frauen vollkommen gleichwertig. Könnte man je sagen, dass das linke Auge wichtiger ist als das rechte? Oder das rechte wichtiger als das linke? Männer und Frauen sind dazu bestimmt, einander zu ergänzen – in Harmonie und Zusammenarbeit zu leben. Nur wenn ihre grundlegende Gleichheit anerkannt wird und sie einander mit gegenseitiger Liebe und Respekt behandeln, wird die Gesellschaft Frieden und Wohlstand erlangen.“
Armut
Aus Ammas Sicht ist die gesamte Schöpfung eine Manifestation des einen wahren Selbst. Spiritualität ist der Weg, diese höchste Wahrheit zu erfassen und zu verinnerlichen. Wenn man erkennt, dass jeder ein Teil von einem selbst ist, dann wird man den Armen und Leidenden mit derselben Bereitwilligkeit helfen, mit der man sich bisher nur um sein eigenes begrenztes Selbst und seine unmittelbare Familie gekümmert hat. Um es mit Ammas Worten zu sagen: „Wenn unsere linke Hand verletzt ist, kommt unsere rechte Hand sofort zu Hilfe, um sie sachte zu berühren und bei Bedarf mit Medizin zu versorgen. Das liegt daran, dass sich die linke Hand nicht fremd anfühlt. Wenn wir ein spirituelles Verständnis haben, werden wir genauso reagieren, wenn wir andere leiden sehen.“
Nachhaltige Entwicklung
Wie Amma sagt: „Mutter Erde dient uns; die Sonne, der Mond und die Sterne dienen uns alle. Was können wir als Gegenleistung für ihren selbstlosen Dienst tun?“ Diese tiefgründige Aussage spiegelt die Verbundenheit allen Lebens auf der Erde wider. Ammas Eintreten für eine nachhaltige Entwicklung entspringt der Überzeugung, dass wir die Gaben, die uns die Natur schenkt, erwidern sollten.
Daher müssen wir nach Ansicht von Amma den Klimawandel eindämmen und mit sozialen Programmen die Gleichstellung vorantreiben. Nur wenn wir unsere Verantwortung gegenüber der Natur anerkennen, können wir Wege in eine harmonische Zukunft ebnen. Mitfühlendes Handeln sichert das Wohlergehen kommender Generationen.
Bildung
„Es gibt zwei Arten von Bildung“, so Amma, „Bildung für den Lebensunterhalt und Bildung für das Leben. Wenn wir an der Universität studieren und anstreben, Arzt, Anwalt oder Ingenieur zu werden, dann ist das Bildung für den Lebensunterhalt. Aber Bildung fürs Leben erfordert ein Verständnis der wesentlichen Prinzipien der Spiritualität; es geht darum, ein tieferes Verständnis von der Welt, unserem Geist, unseren Emotionen und uns selbst zu erlangen.“ Amma ist der Meinung, dass in der heutigen Welt nur dem erstgenannten Aspekt Bedeutung beigemessen wird. Wir müssen jedoch sicherstellen, dass unsere Kinder beide Arten von Bildung erhalten.
Umwelt
„Die Schöpfung und der Schöpfer sind nicht zweierlei“, erklärt Amma. „So wie jeglicher Goldschmuck nichts anderes als Gold ist, so wie alle Tontöpfe im Grunde nichts anderes als Ton sind, so wie jede Welle im Grunde nichts anderes als Wasser ist, so ist auch der Schöpfer selbst zu dieser Welt geworden.“
Amma erläutert, dass aufgrund dieser Sichtweise, die Schöpfung als manifestierte Form Gottes zu betrachten, zu früheren Zeiten kein besonderer Bedarf an Umweltschutz bestand. Der Schutz der Natur war Teil der Verehrung Gottes und des Lebens selbst. Der Schöpfer wurde in der Schöpfung gesehen, die Natur als sichtbare Form Gottes geliebt, verehrt und geschützt. Wir sollten versuchen, diese Einstellung wiederzubeleben.
Stärkung der Jugend
Amma betont, dass die jüngere Generation über eine enorme Energie verfügt, und wenn diese Energie richtig kanalisiert wird, kann sie Wunder vollbringen und sogar die Welt verändern. In der modernen Welt, in der universelle Werte wie Mitgefühl, Hilfsbereitschaft, Ehrlichkeit, Bescheidenheit und Geduld immer mehr an Bedeutung verlieren und der Drogen- und Alkoholkonsum zunimmt, gibt es jedoch zu viele junge Menschen, die ihr Potenzial nicht einmal ansatzweise ausschöpfen können. Was unsere Jugend heute braucht, sind starke Vorbilder, an denen sie sich orientieren kann, um ihrer Bestimmung zu folgen und ein strahlendes Beispiel für Güte, universelle Werte und positive Veränderungen zu werden.
Führungsqualitäten
Nach Ansicht von Amma geht eine gute Führungspersönlichkeit immer mit gutem Beispiel voran – sie wird Teil der Gemeinschaft, versteht die Herzen der Menschen und geht mitfühlend auf ihre Probleme ein. Sie betrachtet den Schmerz anderer als ihren eigenen Schmerz und deren Freude als ihre eigene Freude. Nur wenn wir die Einstellung eines demütigen Dieners haben, können wir eine wahre Führungspersönlichkeit werden.
Erfüllt leben

Liebe und Mitgefühl
„Das Gefühl, das unserem wahren Selbst am nächsten kommt, ist Liebe“, sagt Amma. „Unser Leben ist dazu bestimmt, in Liebe geboren zu werden, in Liebe gelebt zu werden und schließlich in Liebe zu enden. Tragischerweise verbringen die meisten von uns ihr Leben auf der Suche nach Liebe, aber die Mehrheit stirbt, ohne sie zu finden.“ Spiritualität ist das Mittel, um diese Liebe zu entdecken und zu verstehen, dass sie unser wahres Wesen ist. Wenn diese Liebe als unsere eigentliche Natur – die Natur aller Wesen – erkannt wird, fließt sie auf natürliche Weise als Mitgefühl aus uns heraus.
Der Gesellschaft dienen
Als Amma ein junges Mädchen war, machte sie sich Gedanken über die Ursachen des Leidens, als sie die Armut und das Leid der Menschen in den Nachbarhäusern sah. Eine innere Stimme sagte ihr, dass Menschen letztlich aufgrund negativer Handlungen leiden, die sie entweder in diesem oder in früheren Leben begangen haben. Als sie weiter darüber nachdachte, erkannte sie, dass Menschen zwar aufgrund ihres Karmas leiden, es aber unsere Pflicht (Dharma) ist, ihnen zu helfen. Daher ist nach Ammas Ansicht jeder von uns dafür verantwortlich, der Gesellschaft zu dienen: die Umwelt zu schützen, den Armen und Bedürftigen zu helfen, älteren Menschen zu helfen, die Jugend zu erziehen, sich um Pflanzen und Tiere zu kümmern usw.
Glück
Amma vertritt die Ansicht, dass es in Wirklichkeit nur eine Quelle des Glücks gibt: unser inneres Selbst. Alle Glückserfahrungen, die wir in der Außenwelt machen, sind nur verschwommene Spiegelbilder dieser ursprünglichen Quelle. Sie führt das Beispiel eines Hundes an, der auf einem Knochen kaut. „Wenn das Zahnfleisch des Hundes blutet, denkt er, dass das Blut aus dem Knochen kommt. Wenn er immer weiter darauf herumkaut und denkt, dass er immer mehr Blut aus dem Knochen bekommt, kann der Hund sogar aufgrund von Blutverlust zusammenbrechen. Wenn Menschen die Sinnesfreuden nicht richtig einschätzen, kann es ihnen ähnlich ergehen.“
Spiritualität bedeutet, die wahre Natur des Glücks und der Welt zu begreifen und danach zu leben. Sie strebt an, sich in der inneren Glückseligkeit zu verankern, die das wahre Wesen jedes Menschen ausmacht.
Den Geist beherrschen
Der Geist ist dazu bestimmt, uns als Werkzeug zu dienen. Für die meisten Menschen ist er jedoch zum Meister geworden. Amma sagt, das sei so, als würde der Schwanz mit dem Hund wedeln. Durch spirituelle Übungen wie Meditation, Mantrasingen und Beten kann man seine Konzentrationsfähigkeit steigern und allgemein einen entspannteren mentalen Zustand entwickeln. Um es mit Ammas Worten zu sagen: „Wir sollten unseren Geist genauso gut unter Kontrolle haben wie einen Fernseher, wenn wir die Fernbedienung in der Hand halten.“
Das eigene Potenzial ausschöpfen
Amma sagt, dass jeder von uns über ein enormes inneres Potenzial verfügt, das in uns schlummert – weitaus mehr, als wir glauben. Um es zu entfalten, müssen wir uns anstrengen. Mit Optimismus, Hingabe und Selbstvertrauen wird sich unsere innere Güte allmählich entfalten und erblühen.
Einheit in der Vielfalt
Amma sagt: „Es ist sinnlos, die Vielfalt der Welt zu leugnen. Jede Nation, Religion und soziale Gruppe hat ihre eigene Kultur, ihren eigenen Standpunkt und ihren eigenen Fokus. Manchmal scheint diese Vielfalt Frieden und Harmonie zu erschweren. Doch wenn wir tiefer blicken und die edelsten menschlichen Werte zulassen, erkennen wir, dass gerade in dieser Vielfalt die Schönheit der Welt liegt.
Ist ein bunter Blumenstrauß nicht schöner als ein Strauß, der nur aus einer einzigen Sorte besteht?“ Amma erinnert uns jedoch daran, dass im Herzen all dieser Vielfalt nur eine gemeinsame ewige göttliche Grundlage existiert: Gott, das wahre Selbst.
Spirituelle Übungen
Gemäß der traditionellen indischen Spiritualität ist unsere wahre Natur das ewige, glückselige Bewusstsein, und alles, was wir erleben, geht von uns aus, wird von uns aufrechterhalten und verschmilzt schließlich wieder mit diesem wahren Selbst. Aufgrund unserer Unsicherheit in Bezug auf unsere wahre Natur und die Natur der Welt sowie anderer Hindernisse wie mentaler Lethargie, intensiver Vorlieben und Abneigungen, Unruhe und anderer Negativitäten sind wir jedoch nicht in der Lage, diese ewige Wahrheit zu erfahren.
Spirituelle Methoden wie Meditation, Mantrasingen, Gebete, Rituale und gemeinnützige Arbeit, die mit einer hingebungsvollen Einstellung ausgeführt wird, sind alles Mittel, um den Geist von solchen Hindernissen zu reinigen und uns dem Ziel des wahren spirituellen Verständnisses näher zu bringen. Jede Methode hat ihren Platz. In Ammas Worten: Sind die beiden Flügel eines Vogels Hingabe und spirituelle Handlungen, so ist spirituelles Wissen seine Schwanzfeder. Nur mit Hilfe aller drei kann der Vogel in die Lüfte aufsteigen.
Ammas Perlen der Weisheit

Der glückliche Mahatma
Ein Mahatma (großer Weiser) wurde einmal gefragt: „Bist du sicher, dass du in den Himmel kommst, wenn du stirbst?“
Der Mahatma antwortete: „Ja, natürlich.“
„Aber woher weißt du das? Du bist nicht tot und weißt nicht einmal, was in Gottes Gedanken vorgeht.“
„Es stimmt, dass ich keine Ahnung habe, was in Gottes Gedanken vorgeht, aber ich kenne meine Gedanken. Ich bin immer glücklich, egal wo ich bin. Deshalb werde ich auch in der Hölle glücklich und friedlich sein“, antwortete der Mahatma.
Dieses Glück und dieser Frieden sind wahrlich der Himmel. Alles hängt von unserem Geist ab.
Die Macht eines freundlichen Wortes
Es war einmal ein Mann, der einen angeborenen Herzfehler hatte; er wurde mit einem Loch im Herzen geboren. Als er älter wurde, konnte er nicht mehr arbeiten. Seine Frau verließ ihn und seine Kinder ebenso. Eines Tages hatte er zwei oder drei Tage lang nichts zu essen. Schließlich beschloss er, zu betteln. Aber sobald er sich den Menschen näherte, fingen sie an, ihn anzuschreien und zu beschimpfen.
Der Mann war zutiefst deprimiert. „So will ich nicht mehr leben“, dachte er. Obwohl er kurz davor war, Selbstmord zu begehen, konnte er seinen Hunger nicht kontrollieren. „Ich werde noch ein paar Leute fragen“, dachte er bei sich. Überall liefen Menschen an ihm vorbei. „Können Sie mir bitte etwas geben?“, bat er einen Passanten.
Der Passant blieb stehen und kramte in seiner Tasche nach Geld, bemerkte aber, dass er seine Brieftasche vergessen hatte. „Oh nein!“, sagte er. „Tut mir leid, ich habe nichts, was ich Ihnen geben könnte. Ich habe meine Brieftasche vergessen.“
Daraufhin erwiderte der Mann: „Keine Sorge, Sie haben mir bereits etwas gegeben.“
„Was habe ich Ihnen denn gegeben?“, fragte der Passant.
„Freundliche Worte“, antwortete der Mann. „Sie haben damit meinen Magen gefüllt. Jetzt kann ich weitergehen, auch wenn ich nichts zu essen bekommen habe. Bisher haben mich die Leute immer nur weggeschickt, wenn ich um Almosen gebeten habe. Nur Sie sind stehen geblieben und haben ein paar nette Worte gesagt. Jetzt fühle ich mich auch ohne Essen gesättigt. Eigentlich bin ich mit der Absicht gekommen, Selbstmord zu begehen. Aber zu wissen, dass es Menschen wie Sie auf dieser Welt gibt, gibt mir die Kraft und Hoffnung, weiterzuleben.“
Alexander der Große
Alexander war ein großer Krieger und Herrscher, der fast ein Drittel der Welt erobert hatte. Er wollte Herrscher über die ganze Welt werden, wurde aber in einer Schlacht besiegt und litt an einer tödlichen Krankheit.
Einige Tage vor seinem Tod rief Alexander seine Minister zusammen und erklärte ihnen, wie er begraben werden wollte: Er bat darum, an beiden Seiten seines Sarges Öffnungen anzubringen, durch die seine Arme herausragen sollten, mit den Handflächen nach oben.
Die Minister fragten ihn, warum er dies wollte. Alexander antwortete, dass auf diese Weise jeder erfahren würde, dass der große Alexander, der sein ganzes Leben lang danach gestrebt hatte, die Welt zu besitzen und zu erobern, sie völlig mit leeren Händen verlassen hatte. Nicht einmal seinen eigenen Körper konnte er mitnehmen.
Somit würde jeder verstehen, wie sinnlos es ist, sein ganzes Leben damit zu verbringen, der Welt und ihren Objekten hinterherzujagen.
Die kaputte Statue
In einem Dorf stand eine wunderschöne Statue eines Mahatmas (großer Weiser) mit ausgebreiteten Armen. Auf einer Tafel unter der Statue stand: „Komm in meine Arme.“
Im Laufe der Jahre brachen die Arme ab. Die Dorfbewohner liebten die Statue und waren sehr traurig. Sie versammelten sich, um zu entscheiden, was zu tun sei. Einige schlugen vor, die Statue abzubauen. Andere waren dagegen und sagten, dass neue Arme angefertigt werden sollten.
Schließlich stand ein alter Mann auf und sagte: „Nein. Macht euch keine Umstände, neue Arme anzufertigen. Lasst sie ohne Arme stehen.“
Die anderen Dorfbewohner erwiderten: „Aber was ist mit der Tafel darunter? Darauf steht: ‚Komm in meine Arme‘.“
Der alte Mann antwortete: „Kein Problem. Direkt unter den Worten ‚Komm in meine Arme‘ sollten wir schreiben: ‚indem du mich durch deine Hände wirken lässt.‘“
Wir müssen zu den Händen, Augen und Ohren Gottes werden. Unsere Inspiration, Kraft und unser Mut müssen von Gott kommen. Dann werden uns Angst, Zweifel und Schuld niemals etwas anhaben können.
Das Auto und der Graben
Ein Fahrzeug landete in einem Graben. Der Fahrer stieg aus, schnappte sich sein Meditationskissen, rannte auf die Spitze des nahegelegenen Hügels, setzte sich in den Lotussitz und begann zu beten: „Bitte, lieber Gott, lass mein Fahrzeug wieder aus dem Graben herauskommen!“
Er blinzelte mit einem Auge und schaute hinüber, um zu sehen, ob sein Fahrzeug wieder herausgekommen war. Als er bemerkte, dass dies nicht der Fall war, betete er noch inniger.
Da ertönte eine Stimme vom Himmel: „Mein Sohn, versuche, das Fahrzeug zu schieben, während du betest.“
Einfacher Glaube reicht also nicht aus; Glaube sollte mit Bemühungen einhergehen.
Das Pferd und der Brunnen
Ein Bauer hatte einmal ein Pferd. Eines Tages fiel das Pferd in einen tiefen, ausgetrockneten Brunnen. Das arme Tier begann im Brunnen kläglich zu wiehern. Der Bauer versuchte alles Mögliche, um das Pferd zu retten, aber ohne Erfolg. Schließlich sagte er sich: „Es hat eigentlich keinen Sinn, dieses Pferd zu retten. Wenn wir es aus dem Brunnen ziehen, wird es nicht mehr lange leben und nicht mehr in der Lage sein, zu arbeiten.“
Also beschloss der Bauer, das Pferd im Brunnen zu lassen und es einfach mit Erde zu bedecken. Er heuerte einige Arbeiter an, die ihm halfen, indem sie Erde und Schlamm in den Brunnen schaufelten. Doch nach einiger Zeit wurde das Wiehern des Pferdes sehr laut, fast so, als würde es seinen Sieg feiern. Der Bauer kam heraus, um zu sehen, was los war.
Was war passiert: Mit jeder Schaufel Erde, die auf den Rücken des Pferdes gefallen war, hatte es den Schmutz abgeschüttelt und war damit ein wenig nach oben gegangen. So gelangte das Pferd schließlich Schritt für Schritt an die Spitze des Brunnens. Schließlich stieg es über den Brunnenrand und trabte glücklich davon!
In dieser Welt bewerfen uns viele Menschen mit Schlamm in Form von Worten und Taten. Ohne in Verzweiflung zu verfallen, sollte ein spirituell Suchender in der Lage sein, seinen Geist von diesem Schmutz zu befreien und ihn in Trittsteine umzuwandeln. Nur dann werden wir aus dem „Brunnen“ gerettet, der durch die Kritik anderer gegraben wurde, und im Leben erfolgreich sein.
Der alte Mann und sein Telefon
Einmal ging ein alter Mann in ein Reparaturgeschäft für Telefone. Er gab dem Ladenbesitzer sein Handy und sagte: „Bitte sehen Sie nach, ob mit meinem Handy etwas nicht stimmt. Ich kann keine Anrufe von meinen Kindern empfangen.“ Sein väterliches Herz konnte nicht einmal in Betracht ziehen, dass seine geliebten Kinder, die er so sehr liebte, ihn nicht anriefen. Eltern glauben nur zu gerne, dass ihre Kinder zwar regelmäßig anrufen, die Anrufe aber aufgrund eines Problems mit ihrem Telefon einfach nicht durchkommen.
Unsere Schuld gegenüber unseren Eltern ist unermesslich. Wir müssen jede Gelegenheit, die wir bekommen, ihnen zu dienen und für sie zu sorgen, als Gottes Gnade betrachten. Amma hört oft Leute sagen: „Ich wünschte, meine Eltern wären noch am Leben. Ich fühle mich heute so schuldig, wenn ich daran denke, wie ich sie vernachlässigt habe, als sie noch am Leben waren.“ Achtet darauf, alles zu tun, um zu verhindern, dass ein solches Gefühl in euch aufkommt. Die Zeit kann nicht zurückgedreht werden. Solange unsere Eltern noch am Leben sind, müssen wir unsere Pflicht erfüllen, sie nach besten Kräften zu lieben und für sie zu sorgen.
Weitere Perlen der Weisheit von Amma
Weitere Quellen der Weisheit findest du in unserem Videobereich, auf unserer Seite „Spirituelle Vorträge“ und anderswo!

Möge unser Lebensbaum fest in der Erde der Liebe verwurzelt sein. Mögen gute Taten die Blätter dieses Baumes sein. Mögen wohlwollende Worte seine Blüten bilden und möge Frieden seine Frucht sein. Möge die Welt als eine in Liebe vereinte Familie erblühen. Mögen wir so in der Lage sein, eine Welt zu schaffen, in der Frieden und Zufriedenheit herrschen. Dies ist Ammas Gebet aus tiefstem Herzen.
– Amma






