
Ammas Leben
Die Geschichte von Ammas Leben handelt von der Kraft einer Idee: Der Idee, dass jeder von uns die Verantwortung dafür trägt, den Benachteiligten zu helfen. Letztendlich ist es eine Geschichte darüber, was passiert, wenn eine einzelne Person beschließt, ihr Leben von ganzem Herzen für andere zu opfern. Erfahre mehr über Ammas frühes Leben, die Anfänge ihrer spirituellen und humanitären Mission und wie sie heute ihre Zeit verbringt.
„Liebe ist unsere wahre Essenz.“
– Amma
Frühe Jahre
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Das Leid vor Augen
Amma wurde 1953 in eine Fischerfamilie in Kerala, Indien, geboren. Schon in sehr jungen Jahren komponierte Amma spirituelle Lieder und meditierte stundenlang, ohne dass ihr dies jemand beigebracht hätte.
Als Amma in der vierten Klasse war, wurde ihre Mutter krank. Amma war damals neun Jahre alt und musste die Schule abbrechen, um sich um den Haushalt und ihre sieben Geschwister zu kümmern. Zu dieser Zeit wurde Amma mit den großen Missständen des Lebens konfrontiert.
„Ich ging jeden Tag zu etwa 60 Häusern, um Tapiokaschalen und übrig gebliebenen Reisbrei für unsere Kühe und Ziegen zu sammeln. Damals sah ich viele Menschen leiden. Selbst wenn ich erst um fünf Uhr nachmittags losging, sah ich Menschen, die den ganzen Tag nichts gegessen hatten. Ich gab ihnen, was ich konnte. Als ich ihr Elend sah, fragte ich mich, warum manche Menschen so viel leiden mussten, während andere das Leben genossen“, berichtet Amma.
„Ich sah, wie ältere Menschen hungrig und ungewaschen von ihren Angehörigen schlecht behandelt wurden“, erinnert sich Amma. „Ich habe sie gebadet und mit Essen aus unserem Haus versorgt.“
Ammas Weg
Ammas Herz war ergriffen von dem Leid, das sie mitansehen musste.
Amma fragte sich, warum es so viel Leid gab, und die Antwort, die sie darauf fand, war, dass das Schicksal jedes Einzelnen letztlich auf sein Karma zurückzuführen ist – also auf das Ergebnis seiner früheren Handlungen. Als Amma darüber nachdachte, fragte sie sich: „Wenn jemand aufgrund seines Karmas in einen Graben fällt, was ist dann meine Pflicht?“
„Dann ist es deine Pflicht, sie aufzurichten und ihnen zu helfen“, antwortete ihr eine innere Stimme.
So ergab sich aus den Überlegungen der Neunjährigen zum menschlichen Leid ihr Lebensweg: Sie würde immer alles tun, was sie konnte, um anderen zu helfen.

„Nach und nach kamen Menschen zu mir und erzählten mir von ihren Sorgen und Nöten“, erinnert sich Amma. „Ich wischte ihnen die Tränen ab. Ich gab ihnen zu essen und hin und wieder sogar einen Armreif meiner Mutter. Daraufhin fingen einige Leute an, mich Amma (Mutter) zu nennen. Da begann ich spontan, sie meine Kinder zu nennen.“

Ammas Umarmung
Amma gab zum ersten Mal eine Umarmung, als sie einen Menschen tröstete, der weinte.
Als andere dies sahen, wünschten auch sie sich, an Ammas Schulter zu ruhen. Bald wurde dies zu Ammas Eigenart, indem sie jeden, der zu ihr kam, mütterlich zu sich heranzog und umarmte.
Eine junge Frau, die in einem traditionellen indischen Dorf auf dem Land in der Öffentlichkeit Umarmungen gab, sorgte für Aufruhr, sowohl in den umliegenden Dörfern als auch in ihrer Familie. Aber Amma machte keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen. Nachdem sie ihren Lebensweg eingeschlagen hatte, ließ sie sich nicht mehr davon abbringen.
Der Fluss der Liebe, der durch Amma floss, war nicht aufzuhalten. Als sich die Nachricht von der transformativen Kraft, die von Ammas mitfühlender Umarmung ausging, verbreitete, kamen immer mehr Menschen zu ihr.
„Genauso wie ein Arzt nicht ausschließlich Männer oder Frauen behandelt, habe ich keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen gemacht“, erzählt Amma. „Wenn jemand zu Boden fällt, würden wir dann davon absehen, ihm auf die Beine zu helfen, bloß weil er ein Mann oder eine Frau ist? Ich habe alle getröstet, die leiden.“
Der Anfang

Eine spirituelle Meisterin
In den späten 1970er Jahren kamen regelmäßig Hunderte von Menschen, um sich von Amma umarmen zu lassen. Einige von ihnen sahen in Amma auch eine spirituelle Meisterin, die sie auf dem spirituellen Weg weiterführen konnte. Bald ließen sich die ersten Schüler in Ammas Ashram nieder, der damals nichts weiter als ihr Elternhaus war. Diese ersten Schüler schliefen oft unter freiem Himmel oder im Kuhstall. Selbst als Strohhütten gebaut wurden, überließen sie diese regelmäßig Anhängern von Amma, die über Nacht bleiben mussten, bevor sie nach Hause zurückkehrten. Gelegentlich ging Amma sogar in die umliegenden Dörfer, um Reis zu erbetteln, damit sie etwas zu essen hatten.
1981 wurde die Organisation Mata Amritanandamayi Math offiziell als Ashram registriert.


Ammas Tourneen
1987 begab sich Amma auf Einladung von Bewunderern aus dem Ausland auf ihre erste Welttournee und hielt Veranstaltungen in Singapur, den Vereinigten Staaten und Europa ab. Die meisten davon fanden in den Wohnzimmern der Gastgeber oder in kleinen Gemeinschaftsräumen statt.
Von da an hielt Amma jedes Jahr Veranstaltungen auf der ganzen Welt ab.
Ammas Hilfsprogramme
1989 hatte der Ashram endlich genug Geld für den Bau seines ersten Tempels gesammelt. Kurz vor Baubeginn wandten sich die Leiter eines örtlichen Waisenhauses an Amma. Sie hatten kein Geld mehr und keine andere Wahl, als ihre 500 Kinder zurück auf die Straße zu schicken. Amma verwendete die für den Bau des Tempels vorgesehenen Mittel umgehend für die Versorgung der Waisenkinder.
Damit war „Embracing the World“, Ammas Netzwerk für wohltätige Zwecke, geboren. Ab den 1990er Jahren wurde Amma auch international für ihre Botschaft und ihre Aktionen für Frieden, Mitgefühl und Toleranz anerkannt.

Visionärin, humanitäre & spirituelle Leitfigur

Amma setzt sich seit Jahrzehnten für die Menschheit ein und vermittelt Weisheit, Stärke und Inspiration. Durch ihre außergewöhnlichen Taten, die von Liebe und innerer Stärke durchdrungen sind, hat Amma die Herzen von Millionen Menschen erobert und Tausende dazu inspiriert, ihrem Weg des selbstlosen Dienstes zu folgen.
Amma veranstaltet kostenlose öffentliche Programme in ganz Indien, Afrika, Australien, Kanada, Europa, Japan sowie in Malaysia, im Nahen Osten, in Singapur, Sri Lanka, Südamerika und in den Vereinigten Staaten. In ihren Vorträgen gibt sie weise Ratschläge und bietet Orientierung sowohl in Bezug auf persönliche Erfüllung als auch auf die dringendsten Probleme unserer Zeit.
Von Klimawandel bis Terrorismus, von interkulturellen Spannungen bis hin zu Armut und Frauenrechten – Ammas Betrachtungen laden jeden von uns dazu ein, sich am Prozess des Wiederaufbaus einer mitfühlenden und fürsorglichen Gesellschaft zu beteiligen.
Bis heute schließt Amma ihre Auftritte damit ab, dass sie jede Person, die an der Veranstaltung teilnimmt, umarmt. Diese persönlichen Begegnungen nehmen den größten Teil von Ammas Zeit in Anspruch. Amma hat diese Umarmung, die als ihr Darshan bekannt ist, bereits mehr als 40 Millionen Menschen auf der ganzen Welt gegeben. Sie ist dafür bekannt, dass sie bei vielen Gelegenheiten mehr als 22 Stunden lang ohne Unterbrechung Darshan gibt.

Ammas Weisheit entdecken

Vor uns steht Amma: Gottes Liebe in einem menschlichen Körper.
– Dr. Jane Goodall
Primatologin






