
Kataraktoperationen in Subsahara-Afrika – Die Kraft des Sehens zurückgeben
Freiwillige medizinische Teams erreichen Menschen in Slums und abgelegenen Stammesgebieten

In armen und ländlichen Regionen Subsahara-Afrikas führen freiwillige Teams kostenlose Kataraktoperationen durch. Augenärzte, Fachkräfte für Augendiagnostik und Pflegekräfte aus Spanien engagieren sich ehrenamtlich. Sie arbeiten mit lokalen medizinischen und sozialen Organisationen zusammen, um Menschen in Slums und abgelegenen Stammesgemeinschaften zu erreichen.
Seit 2011, als die Einsätze in Kenia begannen, haben sie sich auf Kamerun, Senegal, Sierra Leone, Burkina Faso und Sambia ausgeweitet. Bis heute führten die Teams über 9.350 Operationen durch und verteilten mehr als 36.850 Brillen kostenlos.
Die Initiative kooperiert mit der spanischen NGO Visió Sense Fronteres. Augenkrankheiten sind in dieser Region verbreiteter als anderswo, bedingt durch Mangelernährung, intensive UV-Strahlung nahe dem Äquator, schlechte Hygiene während Dürreperioden und einen Mangel an Augenärzten. Patienten mit Grauem Star sind vom Säuglingsalter bis ins hohe Alter betroffen.
Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) stellt Sehbeeinträchtigung in Afrika ein ernstes Gesundheitsproblem dar – 26,3 Millionen Menschen sind betroffen. Etwa 15,3 % der weltweit blinden Bevölkerung leben in Afrika. Dabei ließen sich bis zu 80 % der Fälle mit aktuellem Wissen und vorhandener Technologie verhindern oder behandeln.






