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Aus der Dunkelheit ins Licht
22. Juni 2008, Albuquerque, New Mexico, USA
Als sich der Morgendarshan während Ammas erstem Programm in Albuquerque dem Ende näherte, gingen plötzlich alle Lichter im Saal aus. Da es keine Fenster gab, war die Menge plötzlich in totale Finsternis getaucht. Stille breitete sich aus, ein kleines Mädchen begann laut zu weinen, und ein Mitarbeiter der Buchhandlung streckte eine Hand aus, um es zu trösten, aber da er ein Fremder war, machte er die Situation damit nur schlimmer.
Im vorderen Teil der Halle gab es einen einzigen Lichtstrahl. Jemand hielt eine Mini-Taschenlampe über Ammas Kopf, aber sie konnte die Dunkelheit kaum durchdringen.
Plötzlich erschien jemand mit einem Laptop-Computer auf der Bühne, den er über seinen Kopf hielt und ihn als Leuchte benutzte, um wenigstens ein bisschen Helligkeit zu erzeugen. Es war nicht wirklich genug Licht, um etwas zu sehen, aber Amma lachte und schien berührt von den Bemühungen des Anhängers.
Dann erschien eine dritte Lichtquelle, ein hochgehaltenes Mobiltelefon, das einen schwachen Schimmer auf Ammas Kopf warf. Eines nach dem anderen begannen Lichter in der Dunkelheit aufzuflackern und wie Glühwürmchen nach vorne zu tanzen, wo Amma Darshan gab. Noch ein Computer. Noch ein Mobiltelefon. Noch eine Taschenlampe. Seltsamerweise schien keiner von ihnen soviel Licht zu verbreiten, wie man denken würde
vielleicht waren die Batterien der Taschenlampen fast leer, und die Computer waren im Energiesparmodus. Ein Mitglied des Amrita TV Kamerateams kam mit einer Kameraleuchte, aber auch dies war nur ein winziges Licht und kein großer Scheinwerfer
Jedermann griff nach der erstbesten erreichbaren Lichtquelle und beeilte sich, sich der Versammlung um Amma herum anzuschließen.
Während sich dies abspielte, musste man an Ammas Rat denken, dass wir niemals befürchten sollten, unser eigenes kleines Licht der Liebe und des Glaubens sei nicht hell genug, um die Dunkelheit der Angst und des Hasses in der Welt um uns zu zerstreuen
Gemeinsam können unsere vielen winzigen flackernden Lichter wie die Sonne scheinen und die ganze Welt erleuchten.
Und ebenso beleuchteten die vielen winzigen Lichter um Amma herum, von ihren Anhängern hochgehalten, gemeinsam die Bühne. Und während alle anderen Aktivitäten außerhalb des Bereichs von Ammas Darshan ins Dunkel, und die darauf folgende Stille gehüllt waren, kam jedermann nach vorne zu Ammas physischem Körper und dem physischen Akt des Verschenkens von Liebe, Mitgefühl und Hoffnung an ihre Kinder der einzigen Lichtquelle.
Als die Lichter ausgingen, war eine ortsansässige Satsanggruppe gerade dabei gewesen, einen englischen Bhajan für Amma zu singen. Der Refrain war: "Amma, lass mich leuchten
" Jemand, der nahe bei Amma stand, witzelte, das Gebet sei wohl ins Auge gegangen.
Während sie weiter im Dunkeln Darshan gab, korrigierte Amma ihn: "Wirkliches Leuchten heißt nicht, dass man helle Lampen hat
Während der Zeit des Diparadhana [Arati-Gottesdienst mit Licht] werden in den Tempeln alle Lichter verdunkelt, und nur das Licht der Lampe, die vor dem Götterbild geschwenkt wird, bleibt. Dies verdeutlicht das Prinzip, dass wir das innere Licht nur dann entdecken können, wenn wir uns von unseren äußeren Sinnen abwenden."
Quelle: www.amritapuri.org
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