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Das Gesundheitsprogramm für die Ureinwohner geht weiter

Adivasis (Ureinwohner)Die Adivasis sind die Ureinwohner dieser Region. Der Name "Adivasi" bedeutet soviel wie "die ersten Einwohner, die blieben" und besagt damit, dass sie die ursprünglichen Einwohner dieser Region waren. Sie sind die Eingeborenen, haben aber ihr Land ebenso wie ihre traditionelle Lebensgrundlage verloren und leben gewöhnlich verarmt und ausgebeutet am Rande der Gesellschaft. In der Vergangenheit waren sie gesund und langlebig; jetzt aber leiden sie unter Mangelernährung und unbehandelten Krankheiten. Obwohl es einigen wenigen aus der Gemeinschaft der Ureinwohner wirtschaftlich recht gut geht, arbeitet die Mehrheit jedoch für 50 bis 150 Rupien (1 bis 3 Euro) pro Tag.

Die eingeborenen Patienten leiden unter einer Vielzahl von Beschwerden, wie Infektionen der oberen Atemwege, Anämie (Blutarmut), Gastritis (Magenschleimhautentzündung), Hautkrankheiten, Bluthochdruck, Herzerkankungen oder Verletzungen. Die Wurzel vieler dieser Erkrankungen ist die Unterernährung sowie der Mangel an Wissen über eine richtige Ernährung. Die Mehrzahl der Eingeborenen arbeitet als Tagelöhner; an Tagen ohne Arbeit gibt es auch keine Nahrung im Haus. Im Krankenhaus werden daher oft unterernährte Säuglinge und Kinder behandelt.

Behandlung im Amrita Kripa KrankenhausIn den vergangenen Jahren haben die Ureinwohner dem Gesundheitsprogramm immer mehr Vertrauen geschenkt. Die durchschnittliche Anzahl an Patienten, die täglich zur Behandlung kommen, beträgt inzwischen über 200. In den Jahren 2005 und 2006 wurden insgesamt 34.098 Patienten im Link Amrita Kripa Krankenhaus in Link Kalpetta behandelt, davon waren 24.682 Ureinwohner. 48 Link Medical Camps wurden in diesen zwei Jahren abgehalten, die meisten Patienten waren Ureinwohner.

Das Krankenhaus leistet eine hervorragende Erstversorgung; Patienten, die eine Nach- oder Weiterbehandlung benötigen, werden ins Link AIMS-Klinikum überwiesen. Dort werden alle Ureinwohner kostenlos behandelt. Ohne die Behandlung im AIMS-Klinikum wären viele Patienten inzwischen körperlich behindert oder gestorben.

Das Krankenhaus wird regelmäßig von der Link mobilen Teleklinik besucht, veranstaltet Medical Camps mit Ärzten aus verschiedenen medizinischen Fachgebieten und ist derzeit wichtiger Teil einer großangelegten Initiative zur Entdeckung, Behandlung und Prävention der rheumatischen Herzerkrankung und einer Studie über die Gesundheitsbedürfnisse der Adivasi-Ureinwohner im Hinblick auf kardiovaskuläre Erkrankungen (Erkrankungen des Herzens und der Blutgefäße). Ein weiteres, im Dezember 2007 gestartetes Projekt untersucht arme Ureinwohner nach Diabetes und Schilddrüsenerkrankungen, die Patienten werden dann im Rahmen dieses Projekts kostenlos behandelt.

Arzt im Gespräch mit Patienten Das Krankenhaus, geleitet vom Ärzteehepaar Dr. Sanjeevan Vasudevan und Dr. Ajitha, beschäftigt 15 Angestellte, darunter eine Krankenschwester, einen Labortechniker sowie einen Apotheker mit zwei Assistenten.

Alle Angestellten sind trotz der hohen Arbeitsbelastung sehr freundlich, mitfühlend und hilfreich und tragen so zu einer angenehmen Atmosphäre bei, die sich wohltuend von der Atmosphäre in den meisten anderen Krankenhäusern unterscheidet. Tatsächlich kommt man sich trotz der Gegenwart vieler kranker und verletzter Menschen gar nicht wie in einem Krankenhaus vor; die gut gelaunten und positiv eingestellten Mitarbeiter muntern die Patienten auf und verteilen nicht nur heilsame Medikamente, sondern auch heilsame Energien und Schwingungen.

Für die Zukunft ist ein Ausbau des Krankenhauses geplant, so dass kleinere chirurgische Eingriffe und ein breiteres Spektrum an labortechnischen Untersuchungen durchgeführt werden können. Weitere Medical Camps mit noch mehr Spezialisten und Fachärzten befinden sich ebenfalls in Planung.

Statistiken des Krankenhauses seit der Gründung (Oktober 2004 bis Oktober 2007):
  • 40193 Neuaufnahmen, davon 25931 Ureinwohner
  • 116474 Operationen, davon 85016 bei Ureinwohnern
  • 151 Medical Camps wurden durchgeführt, dabei wurden 7199 Patienten behandelt, davon 6254 Ureinwohner

    Quelle: www.aimshospital.org

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