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MAM startet Fluthilfe in Bihar

4. September 2008, Bihar, Indien

Wasser überallGegenwärtig stehen 50 Prozent der Region Bihar unter Wasser. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind bereits mindestens eine halbe Millionen Menschen obdachlos geworden; andere Quellen gehen sogar von bis zu fünf Millionen Obdachlosen aus. Die Zahl der Todesopfer liegt im Moment bei 75, doch medizinische Experten befürchten den Ausbruch von Epidemien infolge verseuchten Wassers. Es wurden bereits erste Fälle von Typhus, Malaria und Cholera gemeldet. Der Premierminister nannte die Situation eine "nationale Katastrophe".

Menschen harren auf Hausdächern ausDie Überschwemmungen begannen am 18. August, als der Fluss Kosi einen künstlichen Damm im benachbarten Nepal durchbrach und über die Ufer trat. Nach WHO-Angaben wurden 1850 Dörfer mit insgesamt 3,3 Millionen Bewohnern überflutet.

Bislang sind über 600.000 Menschen evakuiert worden, aber noch immer befinden sich Hunderttausende entweder auf Hausdächern oder in abgelegenen Höhenlagen Bihars.

Menschen waten durch das WasserDas Landwirtschaftsministerium von Bihar ließ verlauten, dass sich die Schäden bei der Getreideernte auf 1,5 Milliarde Rupien (ca. 36 Mill. US Dollar) belaufen und weiter zunehmen. In den am schlimmsten betroffenen Gegenden wie in Saharsa sind nur noch Baumwipfel über dem Wasserspiegel zu erkennen.

Hunderttausende besitzen nichts als die Kleidung, die sie am Leib tragen. Sie haben weder Essen, geschweige denn Hilfsmittel, sich welches zuzubereiten. Überall ist Wasser, doch ist es nicht trinkbar.

mobile KrankenstationAmma hat mehrere aus Brahmacharis, Brahmacharinis, Ärzten und Krankenschwestern bestehende Teams in die Region entsandt. Die mobile Krankenstation des AIMS-Klinikums und ein Rettungswagen werden die Region bald erreichen. Die mobile Krankenstation hat die Größe eines Linienbusses und ist mit Röntgen- und EKG-Geräten und einem Untersuchungslabor ausgestattet, das per Satellit direkt mit AIMS verbunden werden kann. Zudem wird eine große Menge an Medikamenten bereitgehalten.

Medical CampDas Hauptquartier der Fluthilfe des Ashrams wird im Purna-District eingerichtet. Es ist vorgesehen, zwanzig Übergangsunterkünfte zu errichten, von denen eine als Krankenstation dienen soll.

Fotos: (1) Überschwemmung in Bihar
(2) Menschen harren auf Hausdächern aus
(3) Waten durch das Wasser
(4) mobile Krankenstation beim Abtransport per Bahn
(5) medizinische Hilfe in einem Medical Camp

Quelle: www.amritapuri.org

   

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