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"Die Herausforderungen des Lebens durch die Stärke der Spiritualitat meistern"
Auszüge aus Ammas Neujahrsansprache 2009
1. Januar 2009, Amritapuri, Indien
Aus aller Welt kamen Menschen in Amritapuri zusammen, um hier gemeinsam Neujahr zu feiern. Amma gab Darshan, und pünktlich um Mitternacht leitete sie das Friedensmantra
"Om Lokaah Samastaah Sukhino Bhavantu" (mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein und Frieden finden) für mehrere Minuten an.
Dann folgte Ammas Neujahrsansprache:
"Das neue Jahr beginnt inmitten von vielen verschiedenen Herausforderungen. Zu diesem Zeitpunkt gibt es so viele aufkeimende Probleme, über die wir tief nachdenken sollten."
Amma nannte die Finanzkrise, die Klimaveränderung, Kriege und Terrorismus, die Zunahme von psychischen Problemen, die Vernachlässigung von alten Menschen und den Zerfall der Familie.
"Das tatsächlich ernsthafteste Problem, welches sich der Welt stellt, ist die Verunreinigung des menschlichen Geistes und die Zunahme von Selbstsucht und Grausamkeit. Dies ist die Wurzel all der anderen Problemen, die sich der Welt stellen. Alles in der Welt verändert sich, mit einer Ausnahme: unser negativer Geist. Unsere Persönlichkeit ist ein Spiegel unseres Geisteszustandes. Die Fähigkeit des Menschen, sich über eine Situation zu erheben und einzugreifen verschwindet langsam. Im Namen von Stabilität und Wettbewerb lassen wir es zu, dass Hass, Rache und Starsinn unser Leben bestimmen."
Amma betonte auch, wie wichtig es sei, mit Bewusstheit und Unterscheidungsvermögen zu agieren, um die heutigen Probleme der Welt zu lösen. Amma bedauerte die Tatsache, dass die Menschen immer mehr verlernen aufzustehen und sich Herausforderungen zu stellen. "Nur durch Spiritualität", betonte Amma, "können wir die innere Stärke entwickeln, die uns befähigt, uns den Herausforderungen des Leben zu stellen."
"Im Leben geschehen die Dinge selten so, wie wir es erwarten. Daher ist es so wichtig, eine Haltung der Hingabe zu Gott zu entwickeln. Dies hilft uns auch, mehr im jetzigen Moment zu leben. Wenn wir lernen, ganz in der Gegenwart zu leben, werden wir in der Lage sein, alle Umstände, die uns begegnen, freudig zu akzeptieren."
"Nur der gegenwärtige Moment ist in unserer Hand. Also sollten wir ihn froh gestimmt und aufmerksam leben. Die Lebensspanne eines Schmetterlings beträgt nur ein paar Tage oder eine Woche. Doch wie vergnügt fliegt er herum! Er verbreitet Entzücken und Freude um sich herum. So sollte unser Leben werden."
"Wir sollten Acht geben, dass die Flamme des Mitgefühls in unseren Herzen nicht erlischt!"
"Nur ein Mensch, der Hunger erlebt hat, kann die Qualen des Hungers einer anderen Person verstehen. Nur ein Mensch, der schon einmal eine schwere Last getragen hat, wird die Anstrengung verstehen, die dafür nötig ist. Wenn jeder von uns wirklich wollte, könnten wir die Welt grundlegend verändern. Der Profit der guten Taten, die wir mit einer selbstlosen Haltung ausüben, wird ganz bestimmt zu uns zurückkehren."
"Wir sollten einen Geist frei von Egoismus entwickeln, einen Geist, der angesichts von Misserfolg nicht zusammenbricht, einen Geist, der im Geben Freude findet und der auch Missgeschicke und Schwierigkeiten mit Liebe akzeptiert. Solch ein Geist wird niemals Leid erleben."
Amma schloss ihre Ansprache mit einem Gebet ab: "Mögen all unsere Gedanken, Worte und Taten sowohl den anderen als auch uns selbst zum Wohle gereichen. Lasst uns an diesem Neujahrstag beten, dass unser Leben gleich Räucherstäbchen einen wunderbaren Duft im Leben anderer verbreitet."
Amma sang dann die Bhajans "Mata Rani" und "Kushiyonki". Ersteren als ein mitfühlendes Gebet, letzteren als eine ekstatische Feier des Lebens Einstellungen, die wir in 2009 entwickeln sollten.
Fotos:
(1) Amma rezitiert das Friedensmantra (2) Amma leitet den Bhajan "Mata Rani" an
Quellen:
www.amma.org | www.amritapuri.org
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