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Ammas Botschaft zu ihrem 51. Geburtstag
Montag, 27. September 2004
Amma ist sehr traurig, wenn sie den derzeitigen Zustand der Welt betrachtet. Überall, wo wir hinschauen, sehen wir Bilder von Blutvergießen und weinende Menschen. Nicht einmal gegenüber Kindern gibt es noch Mitgefühl. Wie viele Menschen sterben durch Kriege und terroristische Angriffe! Es heißt, dass manche Sekten in früheren Zeiten Menschenopfer dargebracht hätten, dennoch sie hielten sich dabei wenigstens an bestimmte Regeln. In den Kriegen längst vergangener Zeiten war es verboten, eine unbewaffnete Person anzugreifen und die Kämpfe wurden bei Sonnenuntergang unterbrochen. Heutzutage werden sämtliche Grenzen überschritten. Wir leben zu einer Zeit, in der das Ego und die Selbstbezogenheit die Welt zu regieren scheinen.
Die heutige Welt scheint sehr fortgeschrittenen und zivilisiert. Doch unsere Kultur und Werte schwinden dahin. Die Welt ist wie eine wunderschön verpackte Pralinenschachtel geworden, deren Inhalt von Würmern befallen ist. Wir sind nicht bereit, irgendetwas miteinander zu teilen und wollen alles nur für uns selbst, sei es Land, Essen oder das Wasser der Flüsse.
Wir möchten immer mehr und mehr Sprachen lernen, welche das Mittel sind, um mit Menschen aus anderen Teilen des Landes und der Welt sprechen zu können. Doch die Sprache der Liebe und des Mitgefühls haben wir völlig vergessen, die uns mehr als alles andere hilft, einander zu verstehen. Diese moderne Zeit ist gekennzeichnet durch eine Armut an Liebe. Liebe und Mitgefühl sind unser größter Reichtum, doch heutzutage haben wir sie verloren. Wenn wir unsere Herzen nicht mit den Tränen der Liebe benetzen, gibt es keine Hoffnung für uns oder die Welt.
Die Wurzel all dieser Zerstörung ist das Ego. Es gibt zwei Arten von Egos, die Leiden in der Welt schaffen. Eines ist das Ego der Macht und des Reichtums. Das zweite ist das Ego, welches denkt: "Nur meine Meinung ist die Richtige. Alle anderen haben unrecht. Ich werde nichts anderes tolerieren. Nur meine Religion ist die wahre. Alle anderen sind falsch. Sie sind hier überflüssig." Wenn diese beiden Arten von Egos nicht ausgelöscht werden, wird es keinen Frieden im Leben geben. Anderen geduldig zuzuhören, sich darum bemühen, andere zu verstehen, tolerant genug zu sein, selbst diejenigen zu akzeptieren, die nicht mit uns übereinstimmen - all dies ist Ausdruck wahrer Kultur. Was die Welt von heute braucht ist genau diese Art von Kultur.
Wir müssen uns des Guten gewahr werden und es annehmen, wo immer wir es sehen. Die meisten Menschen haben einen hitzigen Kopf und ein kaltes Herz- ein Kopf erhitzt durch das Ego und ein Herz kalt durch Selbstsucht. Daher sind wir voller Arroganz und ohne jegliches Mitgefühl. Doch was wir brauchen, ist genau das Gegenteil: einen kühlen Kopf und ein warmes Herz - ein Herz, welches von Liebe und Mitgefühl erwärmt ist, und einen Kopf von Weisheit gekühlt.
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