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Amma bestärkt Frauen aufzuwachen und sich zu erheben
"Die größte Stärke der Frauen liegt in ihrer angeborenen mütterlichen Natur und in ihrer schöpferischen, lebensspendenden Kraft."
Der Begriff 'mütterliche Liebe' erhält eine neue Bedeutung.
In einer Ansprache an die Delegierten der Friedensinitiative führender spiritueller und religiöser Frauen, die im Versammlungssaal des Palais des Nations (Vereinte Nationen) in Genf am 7. Oktober 2002 gehalten wurde, rief Mata Amritanandamayi die Frauen der Welt auf, ihre eigene einzigartige Gabe und Kraft, die universelle mütterliche Liebe zu erwecken, die sie als "universelle Mutterschaft" bezeichnete.
Weltweit unter dem Namen Amma (Mutter) bekannt und häufig im englischen Sprachraum als die Heilige, die umarmt beschrieben, begann die südindische spirituelle Führerin ihre Rede mit einer sehr klaren Darlegung ihrer Sichtweise zu diesem Thema.
"Männer und Frauen sind in Ammas Augen gleichwertig. Aber gegenwärtig schlafen die meisten Frauen. Frauen müssen aufwachen und sich erheben."
Aufgrund von jahrhundertslanger Unterdrückung und Chancenungleichheit ist die Stellung der Frau gegenüber dem Mann auf der ganzen Welt niedriger, erklärte Amma und fügte hinzu, dass sich dies ändern muss. Amma sagte: "Das unendliche Potential in Männern und Frauen, ist das Gleiche. Wenn die Frauen es wirklich wollen, wird es nicht schwierig sein die Fesseln zu sprengen, die Regeln und Zustände, die ihnen von der Gesellschaft aufgezwungen wurden, zu durchbrechen. Die größte Stärke der Frauen liegt in ihrer angeborenen mütterlichen Liebe, in ihrer schöpferischen, lebensspendenden Kraft."
Der Begriff der universellen mütterlichen Liebe zieht sich wie ein roter Faden durch die Rede der spirituellen Führerin. Seine Bedeutung wird durch den feinen unterschiedlichen Gebrauch schrittweise klarer und es wird deutlich, dass Amma, die von vielen als die Verkörperung des Mütterlichen, obwohl sie im physischen Sinne keine Mutter ist, dem Begriff mütterliche Liebe eine neue, kraftvolle Bedeutung gibt.
"Mütterliche Liebe", sagte Amma, ist allen Frauen angeboren. Auch Männer können und sollten sich bemühen diese Eigenschaft zu entwickeln, genauso wie Frauen versuchen sollten die sogenannten männlichen Eigenschaften wie Mut und Stärke zu entwickeln. Wenn Frauen in ihrem Bemühen Freiheit und Gleichberechtigung zu erreichen, der Versuchung die Männer zu imitieren widerstehen und statt dessen ihre mütterliche Natur entwickeln würden, könnten sie alles erreichen, was sie wollen. Sie wären fähig der ganzen Welt zu dienen, sie zu Frieden und Harmonie zu führen.
Ammas Definition des häufig kontrovers gesehenen Begriffes "Mutterschaft" ist eindeutig: "Die Liebe der erwachten mütterlichen Natur ist Liebe und Mitgefühl, die nicht nur für die eigenen Kinder, sondern für alle Menschen, Tiere, Pflanzen, Felsen und Flüsse empfunden wird; eine Liebe, die sich auf die gesamte Schöpfung und alle Wesen ausbreitet. In der Tat werden für eine Frau, die zur wahren Mutterschaft erwacht ist alle Lebewesen ihre Kinder. Diese Liebe, diese universelle mütterliche Liebe ist göttliche Liebe das ist Gott."
Man könnte denken, dass Amma, aufgrund ihrer liebevollen und mütterlichen Ausstrahlung, zögern würde über Dinge zu sprechen, die schmerzhaft für einige ihrer "Kinder" sind. Aber sie tat es nicht. Sie wies auf die lange Geschichte der Unterdrückung der Frauen durch Männer hin und den Verfall der Stellung der Frau in den Weltreligionen. Sie rief Männer und religiöse Organisationen auf, Frauen nicht länger daran zu hindern, ihre rechtmäßige Stellung in der Welt einzunehmen. Vor allem aber forderte sie die Frauen auf, aufzuwachen und mit Selbstvertrauen und Kraft ihre rechtmäßige Stellung einzunehmen.
"Es muss hervorgehoben werden, dass es eine Frau nicht nötig hat irgendetwas von irgendjemand zu bekommen. Sie muss nur aufwachen. Dann wird sie in der Lage sein einen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten und ihr zu geben, was immer sie geben möchte und sie wird alles erreichen was sie benötigt."
Unmittelbar vor ihrer Rede wurde Amma der angesehenen Gandhi-King Preis für Gewaltlosigkeit überreicht. Unter jubelndem Beifall wurde sie zur Bühne geleitet, wo die vorjährige Preisträgerin, Dr. Jane Goodall, die weltweit bekannte Primatologin und Kämpferin für Menschenrechte und die Rechte der Tiere, ihren tiefen Respekt für Amma zum Ausdruck brachte: "Amma glaubt, dass Gott keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern macht. Ich glaube, sie ist, so wie sie hier vor uns steht Gottes Liebe in einem menschlichen Körper."
Im Anschluss an die Genfer Veranstaltung bereist Amma in den nächsten zwei Monaten weite Teile Europas und besucht zwei Städte in den Vereinigten Staaten von Amerika. Bei ihren Veranstaltungen ist ihre Rede Das Erwachen der universellen mütterlichen Liebe in den Sprachen Französisch, Deutsch, Spanisch, Italienisch und Englisch erhältlich.
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