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Ammas Jugend
"Seit meiner Geburt empfand ich einen tiefe Liebe für den göttlichen Namen. Ich wiederholte ständig mit jedem Atemzug den Namen Gottes. Dadurch waren meine Gedanken immerzu auf das Göttliche ausgerichtet, unabhängig von dem Ort, an dem ich mich befand, oder der Arbeit, die ich verrichtete," sagt Amma.
Im zarten Alter von fünf Jahren sang Sudhamani bereits selbst komponierte Lieder, in denen sie ihre große Liebe zu Gott zum Ausdruck brachte. Sie ging oft in den Wald, um dort allein zu sein und zu meditieren. Manchmal hielt sie während eines Spieles mit den anderen Kindern aus ihrer Nachbarschaft plötzlich inne und versank in einen meditativen Zustand. Ihre Eltern schimpften mit ihr, weil sie nicht richtig mit den anderen Kindern spielte. Sie wollten, dass Sudhamani sich den anderen Kindern aus dem Dorf anpasste. Die Familie war auch von Sudhamanis ständigem Singen und Meditieren sehr irritiert. Es störte ihre Eltern, dass ihre Lippen sich permanent bewegten, so, als ob sie Selbstgespräche führen würde. Dies alles war sehr ungewöhnlich für ein kleines Kind, und die Eltern befürchteten, dass Sudhamani geisteskrank sei. Die Familie konnte nicht begreifen, dass sich die Lippen des kleinen Mädchens in ständigem Gebet bewegten.
Aufgrund der dunklen Hautfarbe Sudhamanis und ihrem seltsamen und ungewöhnlichen Verhalten, wurde sie von ihren Eltern für minderwertig gehalten. Mit neun Jahren musste sie die Schule verlassen, obwohl sie zu den Besten ihrer Klasse zählte. Sie hatte sich um den Haushalt und ihre Geschwister zu kümmern. Trotz dieser harten Arbeit gelang es ihr, außerdem noch den alten Menschen in ihrer Nachbarschaft zu helfen. Ihre Eltern waren geschockt, als sie sahen, wie Sudhamani sich mit Unberührbaren' abgab. Sie verboten ihr den Kontakt zu diesen Menschen. Außerdem durfte sie nichts mehr aus dem Hause ihrer Familie an die Armen verschenken. Obwohl sie dafür hart bestraft wurde, fuhr Sudhamani unbeirrt damit fort, sich um die mittellosen und kranken Menschen in ihrer Umgebung zu kümmern. Darüber wurden die Eltern sehr böse. Sudhamani war es jedoch wichtiger, einem hungernden Menschen etwas zu Essen zu geben, als den Bestrafungen ihrer Eltern zu entgehen.
Sie hatte keinen Lehrer oder ein anderes spirituelles Vorbild. Ihre selbstlose Haltung schien ihre zweite Natur zu sein, welche sich instinktiv in ihr entwickelt hatte und das Resultat ihrer ständigen Konzentration auf das Göttliche war.
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